ZeynZeyn
Wende Andritzki - von Prokop Adam Ryszard (1)
Drama
Das Leben von Alojs Andritzki lässt sich von schlichten Tatsachen schnell umrahmen. Er wurde 1914 in Radibor geboren, besuchte die Grundschule im Heimatort, später dann die Domstiftliche Katholische Oberschule in Bautzen. Ab 1934 war er als Priesteramtskandidat in Paderborn, ab 1938 in Schmochtitz. 1939 wurde er im Bautzener Dom von
Bischof Petrus Legge zum Priester geweiht und in der Dresdner Propsteipfarrei als Kaplan eingesetzt. Nach dem Weihnachtsspiel der Jugend im Jahre 1940 begannen seine Probleme mit der Gestapo. 1941 wurde er verhaftet, für sechs Monate verurteilt, freigelassen und am Tag der Entlassung neu inhaftiert. Im Oktober 1941 wurde er ins Konzentrationslager Dachau eingeliefert, wo er typhuskrank im Februar 1943 mit einer Giftspritze getötet wurde.Diese Anhäufung von Tatsachen kann aber weder die Atmosphäre der damaligen Zeit, noch den Charakter von Andritzki wiedergeben. Geleitet von dem Willen, die Person des ersten sächsischen Märtyrers der Jugend von heute etwas näher zu bringen, entschied man sich im Rahmen der in Dresden stattfindenden Bistumsjugendwallfahrt am Vorabend der Seligsprechung ein Theaterstück aufzuführen.

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