Der biographische Roman Wanderleben erzählt in chronologischer Folge Ausschnitte aus dem Leben des Franz Zurmann, der als Franc Žurman 1886 in Goražde (Bosnien) geboren wurde und 1936 in Schweinfurt verstarb.
Bereits als Zwölfjähriger verließ Franz das Elternhaus und schlug sich zunächst als Laufbursche in Wien, dann als Knecht, Kutscher, Lebensmittelverkäufer, Kantinenwirt, Eisenbahnbauarbeiter in der Unter- und Obersteier-mark, Tirol, Salzburg usw durch. Insgesamt führt das dem Roman zugrunde liegende Arbeitsbuch 17 Arbeits-stellen auf, bis sich der 27-jährige im Jahre 1913 als Fabrikarbeiter in Schweinfurt niederließ, wovon die letzten drei Kapitel handeln.
Vor dem jeweiligen historischen und geographischen Hintergrund der einzelnen historisch belegten Schau-plätze zeigt der in Schweinfurt geborene und aufgewachsene Schriftsteller Klaus Gasseleder, ein Enkel von Franz Zurmann, in überwiegend fiktiven Erzählungen auf, wie die Entwicklung eines mittellosen Arbeiterkindes aus dem von Österreich-Ungarn besetzten Bosnien zum demokratischen Sozialisten und Pazifisten möglich war: in einer Zeit, für die vor allem Franz Grillparzers Wort 'Der Weg der neueren Bildung geht von Humanität, durch Nationalität zur Bestialität.' Geltung erlangt hat.
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