"Das Urteil" (Schauspiel in drei Bildern, 1932) schreibt Scharmitzer: "Es handelt sich in meinem Stück, das in russischer Kriegsgefangenschaft spielt, um das Problem: Pflicht des Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft. Das Wissen um diese Pflicht und das Mitleid mit dem Nächsten geraten in Konflikt, in tragischen Konflikt." Eine frei erfundene Gerichtssitzung ist das Thema von "Man spielt Gericht"; der angenommene Fall enthüllt sich aber als realer, zuletzt hält man Gericht über eine ganze Gesellschaft, in der das Geld und der Eigennutz die dominierenden Faktoren sind. Der Jurist Ernst Scharmitzer, beruflich in der Niederösterreichischen Landesregierung tätig, hat neben seinen dramatischen Arbeiten auch epische Werke verfasst, so mehrere Novellen und zwei Romane.
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