einst als Fortschritt empfunden wurde und die lange Zeit als völlig unverzichtbar galt.
Wolf Senff erzählt aus dem Blickwinkel einer Gegenwart, in der das sanfte Whalewatching die blutrünstige Jagd auf den Wal nahezu komplett abgelöst hat. Er ruft uns in Erinnerung, wie erbarmungslos der Wal verfolgt wurde, und auch das Ende der weltweiten Jagd auf den Wal ist wegweisend mit dem Ziel, das Verhältnis des Menschen zur Natur generell zu erneuern. Jedem ist heutzutage klar, dass das aggressive Ausbeuten der Ressourcen kontraproduktiv ist.
Charles Scammon war Mitte des neunzehnten Jahrhunderts ein schneidiger, forscher Kapitän, der nördliche Lagunen der Baja California entdeckte, in denen sich der Kalifornische Grauwal während der Wintermonate aufhielt und seinen Nachwuchs zur Welt brachte. Die Jagderfolge waren sensationell und Scammon ein von seinen Zeitgenossen bewunderter Mann, die Laguna Ojo de Liebre wird seitdem im englischsprachigen Raum Scammon Lagune genannt.
Wolf Senff bringt in seiner Erzählung auch die Sea Shepherd Society unserer Tage ins Spiel, deren waghalsige Einsätze dem Gegenteil dienen: Die letzten Versuche, Wale zu töten, sollen verhindert werden. »Scammon und der Wal« zeigt, dass die Geschichte des Walfangs trotz aller Rückschläge eine Erfolgsgeschichte derjenigen ist, die sich auf die Seite des Lebens und der Natur stellen. Die Erzählung macht uns darüber hinaus auf die dramatischen Gefahren für die gegenwärtige Existenz der Wale aufmerksam.
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