abbildete. Gesine fasste sich ein Herz, zog einen Packen loser Bögen aus dem Plastiksack, viele, eng beschriebene Blätter unterschiedlichen Formats, schob sie auseinander, ent-deckte Briefpapier, überschriebene Computerausdrucke, fast leere, mit Büroklammern zusammenge-heftete Bögen, auf denen außer winzigen Schraffuren nichts zu erkennen war, als hätte sich die Schrift verflüchtigt, säuberlich halbierte Seiten, Postkarten, Zettel, Zeitungsfetzen, auf denen er etwas notiert hatte. Heute Foto zerschnitten, las Gesine auf einem bräunlichen, nicht nummerierten Papier ... und die Familienkatastrophe beginnt in diesem Moment. Ralph Roger Glöckler erzählt mit poetischer Sprache und auf ineinander verflochtenen Wahrneh-mungsebenen eine wahre Geschichte, die sich 1987 in Portugal ereignet hat. Für die Recherchen die-ses Romans besuchte er den Mörder im Gefängnis. Die Interviews dazu dienten als Grundlage für die Erkundung der Hintergründe des Verbrechens. So entstand die Dokumentation einer »Leidensstu-die« über die Kraft des Denkens und das Vermengen von Wirklichkeit und Wahn.
»Grandios.« Sewastos Sampsounis, Verleger
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