ZeynZeyn
Roter Klatschmohn sprang aus den Feldern - von Grunenberg Klaus
Ist es möglich, dass Lyrik für einen Menschen derart wichtig werden kann, dass er damit sein halbes Leben verbringt und begibt er sich damit nicht in eine Art Parallelwelt, in der er gleichsam wie selbstherrlich urteilt? Diese lyrische Sammlung enthält sowohl dramatische Texte aus Erlebtem, gespeist aus einer Zeit von
über vierzig Jahren: 'Unter dem Ast einer Eiche sitzt der Geblendete singend, summend ein Lied voll Sehnsucht aus der entschwundenen Zeit' und solche, die einfach durch Freude am Leben gespeist werden. Doch immer wieder geht es dabei auch um Texte, in denen es um Vermeidung von völlig unnötigen Kriegen in heutiger Zeit geht, Unternehmungen, die womöglich aus vornehmlich wichtigen strategischen Gründen, also Machtgelüsten oder Gier unternommen werden: 'Zum Donnerwetter, schlagt doch mal den Krieg tot!'. Gerade die neu entstandenen letzten 30 Seiten richten warnend ihren Blick auf eine mögliche Schreckenszukunft, eventuell ausgelöst einmal von einer Handvoll Deppen und versuchen dagegen zu erzählen, wie Heilung entstehen könnte: Durch Verantwortung und Freude am Bauen unserer schönen Welt, dem blauen Planeten. So kann Literatur vielleicht Wirklichkeit werden: Wie eine Heimat, in der man sich gerne wiederfindet.

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