hingen Felle verstorbener Zootiere, einige waren auch ausgestopft. Mich erstaunte beim Lesen, wie unsentimental oder unschuldig der Autor von den Lebenden wie von den Toten und ihren konservierten Resten spricht.
Vor einiger Zeit besuchten wir zusammen mit einem Berliner Schriftsteller und einem pensionierten Pfleger aus dem Cottbusser Tierpark ein »Elefantendorf« in Mecklenburg. Ein sympathisch unaufgeregter Zirkus – im Stillstand quasi. Ein Tieraltersheim. Der pensionierte Tierpfleger hatte bereits zwei Bücher über seine Arbeit und einige Tiere im Zoo veröffentlicht. Es gibt nicht viele Tierpfleger, die Berichte hinterlassen, sie scheinen in den letzten 100 Jahren sogar immer weniger geworden zu sein. Auch bei den Pflanzenpflegern in den Botanischen Gärten gehen die Publikationen seit der Zeit etwa gegen null. Die Biologie mit ihrer Ausrichtung auf Gene, Enzyme, Hormone und deren Profitabilisierung ist nichts mehr für die Handarbeiter in diesem Bereich. Auf der anderen Seite gibt es kaum einen Zoodirektor, der keine Bücher veröffentlicht hat.
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