ZeynZeyn
Nachkriegsbastard Erzählung - von Wulff Maria Charlotte (2)
Was kann aus einem Kind werden, das in der Nachkriegszeit von den Eltern als ‘Malheur’ empfunden wird? Die Mutter hat nicht nur keine Milch und keine Zeit für das kleine Würmchen, sondern auch sonst wenig Mutterliebe in dessen erstem Lebensjahrzehnt. Der mit einer anderen Frau verheiratete Vater verdrückt sich in
Was kann aus einem Kind werden, das in der Nachkriegszeit von den Eltern als ‘Malheur’ empfunden wird? Die Mutter hat nicht nur keine Milch und keine Zeit für das kleine Würmchen, sondern auch sonst wenig Mutterliebe in dessen erstem Lebensjahrzehnt. Der mit einer anderen Frau verheiratete Vater verdrückt sich in den Westen, erscheint erst wieder auf der Bildfläche, als seine Tochter 35 Jahre alt ist. Und die Großmutter? Die hat unendlich viel Zärtlichkeit und Liebe für den Wildfang, aber sie entschwindet ihm schleichend im Nirwana der Demenz. Das Kind muss sich zunächst ‘aus sich selbst heraus’ entwickeln! Wie ihm das gelingt und keineswegs eine Leidensgeschichte wird, ist bildhaft erzählt. Nachdem sich die Mutter, der die Jugend durch Nazideutschland während des II. Weltkrieges gestohlen worden war, ausreichend ausgetobt hatte, entdeckt sie ihr Mädchen als Lebensinhalt und beschwert es mit ihrer selbstsüchtigen Liebe. Sind das ideale Voraussetzungen für ein normales geordnetes Leben?

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