eine Insel des Friedens zu erhalten. Doch drei Ereignisse stören diesen Frieden nachhaltig: eine Gastvorlesung, die er vor linken Studenten der Columbia-Universität hält, eine groteske, demütigende Situation, in die ihn ein Taschendieb drängt, den er beobachtet hat, und die Entdeckung, dass seine Tochter Shula einem indischen Wissenschaftler ein Manuskript gestohlen hat. Diese Ereignisse und ihre Folgen bringen ungeahnte Verwicklungen in Sammlers ruhiges Leben und unterbrechen immer wieder seine Gedanken und Sorgen über das Schicksal der Menschen im Allgemeinen, zum Beispiel die Frage nach dem Sinn und Wert der Monderoberung für die Menschheit. Dieser 1971 erschienene Roman fasziniert auch heute noch durch den komplexen Charakter der Hauptfigur, durch die Komik und Tragik ihrer Situation und die Tiefe und Schärfe ihrer Gedankenwelt. Sammler ist kein Akteur, kein Macher, sondern ein Beobachter, ein Weiser, der aber durch seine Umgebung immer wieder zum Handeln getrieben wird. Dieser Roman steckt dennoch voller Humor und sarkastischem Witz, aber auch voller Skepsis, Verzweiflung und Menschlichkeit – ein Beispiel für Saul Bellows überragende Erzählkunst und die Unabhängigkeit seines Denkens.
…
Weiterlesen...
