„Lehrgeld“. Aus der Sicht des sensiblen und aufmerksamen Beobachters gewinnt die Generation der Kriegsgeborenen Konturen und es entsteht ein plastisches Bild der aufstrebenden Gesellschaft des „Wirtschaftswunders“. Es wird deutlich, dass die ökonomische Dynamik anderen Gesetzen folgt als der Einzelne, der in seinem Privatleben nur allzu leicht „aus dem Rhythmus geraten“ kann. Vor dem Hintergrund eines lebendig geschilderten Zeitkolorits heben sich die exemplarisch gezeichneten und psychologisch durchdrungenen Charaktere wirkungsvoll ab. Paul strauchelt, fasst Tritt und findet schließlich seinen Weg ins Heute und zu seinem privaten, familiären Glück und zu seinem Sohn Lukas, der seinen eigenen Lebenskurs finden muss. Die packende Erzählung ist auch zu verstehen als eine Liebeserklärung eines Vaters an seinen Sohn.
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