sie zusammenlebt, auf die elf Etappen der Gunnar-Lennefsen-Expedition, um sich an ihre Sippe zu erinnern. Auf einer imaginären Leinwand erleben die beiden Frauen Episoden aus der Familiengeschichte der Schlupfburgs, Wilczinskis, Hebenstreits und Globottas, einer Geschichte, die das Jahrhundert umfaßt, von Ostpreußen bis Nürnberg reicht und aus einer endlosen Reihe strotzender Mütter, unehelicher Kinder, erregter und anschließend abwesender Väter besteht. Einen solchen Roman, wie ihn Kathrin Schmidt vorlegt, mit einer reichen, kraftvollen und poetischen Sprache, einer überbordenden Körperlichkeit und Erotik, einer grotesken Komik und unerschöpflichen Phantasie, hat es lange nicht mehr gegeben. Mit ihrer epischen Urkraft erzählt Kathrin Schmidt eine Art weiblicher Körper- und Familiengeschichte deutscher Aufbrüche und Verhängnisse, mit einem plebejischen Humor, dem die Lust nie ganz vergeht.Einen solchen Roman, mit einer reichen, kraftvollen und poetischen Sprache, einer überbordenden Körperlichkeit und Erotik, einer grotesken Komik und unerschöpflichen Phantasie, hat es lange nicht mehr gegeben.
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