der, sei dies vorweggenommen, die Erwartungen übertraf.
Die Sprache des zweiten Bandes ist noch präziser geworden, teilweise auch schärfer (die hände/ekeln sich/an froschhaut/auf dem weg). Die Arbeitsweise der aus der Ukraine stammenden Autorin, die mittlerweile seit 10 Jahren in der Bundesrepublik beheimatet ist, ändert sich gegenüber dem ersten Band, mit Ausnahme einiger Gedichte, die stärker intellektuell ausgerichtet sind (Gedichte um Paris), nicht. Kurze, prägnante Bildlichkeiten, in überraschender Weise kombiniert entfachen ihre Wirkungsabsicht im Leser, lassen Alltägliches plötzlich anders erscheinen, erfühlen (in der faust sitzen/betteln/dass sie endlich aufgeht/und ich entfliehen kann).
Erfreulicherweise erweitert Komlyk ihre Lyrik diesmal um kurze Prosastücke, die in ähnlicher Intensität gearbeitet sind.
Ein Band, der sicherlich den Leserkreis der Autorin noch erheblich erhöhen wird.
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