ZeynZeyn
The Shape of Things - von Kleinschmidt Felix
Der Ich-Erzähler dieser tragischen, surrealistischen Erzählung lebt allein mit seiner Mutter in einem kleinen Provinzörtchen und kümmert sich mit wenig Hingabe um seinen jüngeren Bruder. Der Verlust seines Vaters schmerzt fürchterlich und hat tiefe Wunden hinterlassen, die mit Alkohol und Drogen kläglich den Versuch zur Linderung unter-nahmen. Nach einer Überdosis
verlässt erstmalig seine Seele den physischen Körper und nach einhergehender Erprobung, dieses Stadium bewusst herbeizuführen, erkundet er schließlich eine unfassbare und irreale Parallelwelt. In dieser findet er die zu Hause längst verlorene Liebe wieder, die Anerkennung und Perspektive. Und doch ist es nur ein Glück auf Zeit, denn er nistet sich wie ein Parasit in den Körper einer ihm verwandten Seele in jener abseitigen Welt ein. Wenn er diesen Schritt unternimmt, erleidet sein dortiges Ich eine temporäre Amnesie, und jene „Aussetzer“ verursachen schlussendlich in beiderlei Leben ein völliges Chaos. Dieses Science-Fiction-Drama, melancholisch und finster, philosophisch und kritisch, nimmt sich Problemen der Jugendkultur an, besonders solche der minderen oder gar fehlenden Selbstwertschätzung und Perspektivlosigkeit.

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