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Matthias Baader Holst – hinter mauern lauern wir auf uns - von Holst BAADER Matthias
Textsammlung von "Matthias" BAADER Holst. Lange waren Holsts Texte nicht mehr greifbar. Der Philologe und BAADER-Archivar Tom Riebe macht erstmals die noch zu Lebzeiten des Autors veröffentlichten Texte geschlossen zugänglich. Dem Buch liegt eine DVD bei. Die Urgewalt der Lyrik und der Auftritte ist in Filmausschnitten zu erleben. Klappentext: Wenn
Textsammlung von "Matthias" BAADER Holst. Lange waren Holsts Texte nicht mehr greifbar. Der Philologe und BAADER-Archivar Tom Riebe macht erstmals die noch zu Lebzeiten des Autors veröffentlichten Texte geschlossen zugänglich. Dem Buch liegt eine DVD bei. Die Urgewalt der Lyrik und der Auftritte ist in Filmausschnitten zu erleben. Klappentext: Wenn der Wunsch nach angstfreiem geistigen Leben so gewachsen ist, dass er den Raum einnimmt, den sonst Resignation, Furcht oder Zaudern ausfüllen, dann kann eine unverwechselbare Literatur entstehen, die nicht die Anbetung von Schönheit, sondern das Anschreiben gegen den Zerfall des Subjekts zum Ziel hat. Die Texte von „Matthias" BAADER Holst sind Überlebensrationen, sie sind Auffanglager und Archen für alles Diskriminierte und Ausgestoßene. Das einzigartig Rauschhafte, Schrille und Bedrohliche, das zutiefst Verstörende und doch hochgradig Bezaubernde seiner Wortkaskaden, Metapherngestöber und Assoziationsgeschwader, die ihnen eingeschriebene Verwüstung jeglicher Gewissheit und Ordnung - all dies lässt die Texte, obwohl seit ihrer Entstehung mehr als 20 Jahre vergangen sind, auch heute noch unvermindert lebendig und aktuell erscheinen. Als Holst nach einer Lesung und einer versumpften Nacht das ungleiche Kräfte- messen mit einer Straßenbahn verliert und am 30.06.1990, dem letzten Tag der DDR-Mark, anonym in einem Berliner Krankenhaus stirbt, finden sich bei ihm Zigarillos der Marke „Sprachlos". Dies darf durchaus programmatisch gedeutet werden, denn die „BRDigung" einer widerständigen Künstlergenera- tion, die in den subkulturellen Biotopen der DDR nach autonomen künstlerischen Ausdrucksweisen und Positionen suchte, ist da bereits in vollem Gange und wirkt auch heute noch nach.

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