zu beißendem Sarkasmus reichender Ironie schildert der Erzähler die verschiedenen Instanzen der Macht, welche Diederich so fasziniert: Familie, Gymnasium, schlagende Studentenverbindung, Militär, Industrie, Justiz, politischer Apparat sowie besonders der von Geltungs- und Expansionsdrang getriebene Kaiser; Letzterer als Vorbild für noch den lächerlichsten Provinzler. Doch der Protagonist des Romans ist keineswegs nur eine schemenhaft gezeichnete Witzfigur. Heinrich Mann arbeitet bemerkenswert psychologisch grundiert Heßlings autoritäre Persönlichkeit samt ihrer faschistischen Tendenzen heraus. Der Untertanengeist dieses Deutschen wird hier so lebendig, dass sich viele ertappt fühlen müssen.
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