einen einzigen Handlungsort, den Stadtstaat Miscara. Dort haben die ersten Siedler den »Traumturm« hinterlassen, von dem aus jahrhundertelang Traummeister den Miscariern kunstvoll ausgestaltete Träume sandten, bis die Städter zunächst das Selberträumen völlig verlernten und es dann – als dem industriellen Aufschwung hinderlich – ganz abschafften. Als Kilean, ein junger Mann mit offensichtlichem Talent zur Traumgestaltung, nach Miscara kommt, wird für ihn das Amt des Traummeisters wieder eingeführt, und die widerstreitenden Mächte in der Stadt versuchen, seine Träume zur Beeinflussung der Städter einzusetzen. Doch Kilean hat eigene Vorstellungen von einer idealen Gesellschaft zu vermitteln …
Der Mitte der Achtzigerjahre entstandene, erstmals 1990 erschienene und jetzt in einer Neufassung vorliegende Roman illustriert an mehreren utopischen Modellen den Satz, die Idee werde »zur materiellen Gewalt, wenn sie die Massen ergreift« – und das so intensiv, dass die Wirklichkeit in Miscara schließlich mit der Traumwelt verschmilzt.
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