ZeynZeyn
Junge Väter weinen nicht - von Adrat Julian Benedikt , Galerie Rahimi Berlin Verlag (1)
Die Galeristin Samira und der 26-jährige Künstler Felix erwarten ihr drittes gemeinsames Kind. Ihre zweijährigen Zwillingstöchter sind bei den Großeltern in Ferien, und Felix genießt in vollen Zügen die Gesellschaft der Khalili-Schwestern und die leckeren Abendessen in den Szenerestaurants Berlins, auf der Suche nach heißem Personal für die noch exklusiveren
Läden, deren personifizierte Mythenvermehrung Nesrin, Samiras große Schwester, ist. Als Vollwaisen und Flüchtlingskinder entziehen sie sich sämtlichen Konventionen. Felix’ Faszination ist symptomatisch für ihn als verspießerten Westler. Aber Heiligabend gerät zur vollendeten Katastrophe. Zwischen überschäumendem Hass und mörderischer Wut das Neugeborene und Samira, die zwischen den Stühlen sitzt. Nesrin steht der große Kinoauftritt bevor und Felix findet Gefallen an den klaren Fronten. Das Jugendamt steht plötzlich vor der Tür und Kommissarin Schiff lädt vor… Und dann verschwindet auch noch Klein-Priamos, Samiras ältester Sohn. Hat Felix sich allzu vorschnell eine Katastrophe gewünscht, die alle wieder zusammenbringt?

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