jetzt die Öffentlichkeit. Zerfressen von anonymen Schuldgefühlten, bastelt sie wieder und wieder an ihren Aufzeichnungen, in denen sie ihre Liebesgeschichte mit dem jungen Mann verarbeitet. Nicht einmal ein Vierteljahrhundert später will es ihr gelingen, das Manuskript zum Ende zu führen, weil etwas in ihrer Erinnerung fehlt. Weil sie etwas, irgendetwas Essentielles, vergessen zu haben scheint. Ist es die Urzelle der Schuld, die sie in sich trägt, die, um nicht enttarnt zu werden, ihren Denkapparat zurückpfeift, wann immer dieser losrattert, um sich mit Vergangenem zu beschäftigen? Wie ein im Sturm auf die Straße gestürzter Baum, der einem die Weiterfahrt blockiert, so schiebt sich unaufhörlich ein enormes, aber unsichtbares Hindernis in Lindas Erinnerungswelt. Dann, ungeahnt und auf gleich mysteriöse Weise wie er verschwunden ist, erscheint Jo plötzlich wieder. Zwar wird er allem Anschein nach für Linda zu einem guten Freund, doch er will oder kann kein Licht ins Dunkel bringen.
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