und das genaue Gehör Antonio Fians uns mehr diesbezüglich erheitern können?
Das Gegenteil ist wahr: Je länger wir Fians Mini-Szenen folgen, desto genauer hören wir, wie man in diesem Land spricht. Allmählich merken wir erst, mit jedem Band deutlicher, was für ein die Jahrzehnte überspannendes Welttheater auf kleinstem (manchmal auch: provinziellstem) Raum dieser Autor uns schenkt, was für exemplarische Figuren er etwa mit den Beachvolleyball-Nachwuchsspielern vor uns hinstellt, oder mit der sich alljährlich zum Muttertag versammelnden Mehr-Generationen-Familie. Die einen reden viel zu viel – die anderen wiederum fast gar nichts; und in allen Fällen wird durch die Kunst des Autors hörbar, was offenbar nicht gesagt werden kann oder darf. Aufdeckungsarbeit kann anstrengend sein; die von Antonio Fian aber ist unglaublich witzig, manchmal spöttisch-satirisch, manchmal albern-komisch. Und sie ist das, was gute Literatur immer sein muss: Spracharbeit – der man die Arbeit nicht mehr ansieht.
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