und unternehmungsfreudig, war sie gleichzeitig eine Stütze ihres Mannes, dessen literarische Interessen sie teilte. In seinem lyrischen Tagebuch erzählt Juan Ramón Jíménez von seiner langen Reise, vom späten Ausgang aus der Welt seiner andalusischen Kindheit, von den in der Neuen Welt empfangenen Eindrücken, von Sehnsucht und Vereinigung. Drei Motivstränge – Meer, Liebe und Amerika – werden in diesem Buch kunstvoll miteinander verflochten. Neben impressionistisch beschreibenden Stücken und elementaren, dabei oft ambivalenten Gedichten, die auf Jiménez‘ spätere poesía pura vorausweisen, findet man auch satirische Texte, die die amerikanische Gesellschaft aufs Korn nehmen. Das Tagebuch eines frischvermählten Dichters zeugt nicht zuletzt von der Neugier, die europäische Literaten den in rasantem Aufschwung begriffenen USA entgegebrachten. Es ist ein unmittelbarer Vorläufer von García Lorcas Dichter in New York.
…
Weiterlesen...
