schreiben. Sich selbst macht er zum Helden des Romans. Die literarische Erinnerung wird ihm zur Reise in die Wirklichkeit: Tätigkeiten, Orte und Personen aus seiner Vergangenheit tauchen auf. Vor allem aber Frauen, die ihn von sich selbst ablenken, die seine Erwartungen, das Einhorn, übermächtig werden lassen. Die Niederschrift seiner Frauenbekanntschaften sind Einübungen in die Darstellung des Erlebnisses, das sich nicht erzählen läßt, der Begegnung mit Orli. Fern von ihr, daheim im Bett, prüft Anselm seine Erinnerungen, prüft, was von jener Orli noch übrigblieb. Das Schreiben bestätigt den Verlust, die verlorene Zeit bleibt verloren. Und die Suche nach »Wörtern für Liebe« gerät zum Nachruf auf das Unwiederbringliche – einer natürlichen Form des Liebesromans.
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