spürt er diesmal satirisch und mit kritischem Humor dem vielbesungenen Weana Gmüat, besser gesagt der sogenannten Wiener Seele mit ihren Widersprüchlichkeiten und Abgründen nach. In knapper lyrischer Form bedient er sich dabei wirkungsvoll der Melodie eines kraftvollen Wiener Dialekts, der Nuancen und Stimmungen wiederzugeben imstande ist, wie Hochsprache es kaum vermag. Die eigenwillige Orthographie schafft Distanz und zwingt zum Lautlesen, was jedoch nach kürzester Zeit ein fast sinnliches Vergnügen bereitet. So wirkt das Idiom poetisch und treffsicherer zugleich wie ein entschlüsselter Code zu Selbstsicht und Wiedererkennen.
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