ZeynZeyn
Bericht über einen Dieb - von Heimpel Christian
Ein Kind wird von seinen Eltern, hochgebildeten Intellektuellen und anerkannten Wissenschaftlern, zu Unrecht bezichtigt, gestohlen und Feuer gelegt zu haben. Die Zeit in einem Erziehungsheim, in das die Eltern den Jungen nach den anscheinend ergebnislos gebliebenen ›einfachen‹ Bestrafungen geben, wird für den an sich selbst verzweifelnden Jungen zur Befreiung. Im
Kinderheim gelangt der 'Dieb' zu der Erkenntnis, daß er in Wahrheit das Opfer einer Intrige durch das ehemalige Dienstmädchen geworden ist. Das Bedrückende an dieser Geschichte ist jedoch die Tatsache, daß die Eltern, auch nachdem sie von der kriminellen Energie ihres Dienstmädchens wissen, nicht an die Unschuld ihres eigenen Sohnes glauben und ihm die vollständige familiäre ›Rehabilitation‹ weiterhin verweigern. Schmerzlich muß der Junge erfahren, daß es offensichtlich keine vollständige Erlösung von der Schuld der anderen gibt.

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