Stüpp* ist im westlichen Rheinland die Bezeichnung für einen Werwolf. Offenbar ist diese regionale Variante des europaweit bekannten Gestaltwandlers die einzige mit einem eigenen Namen.
Der Werwolfglaube in der Gegend westlich von Köln scheint weit in die Vergangenheit zurückzureichen, wie die zahlreichen örtlichen Sagen belegen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass der erste wichtige Werwolfprozess auf deutschem Boden stattfand. Dieser Prozess hat seine Spuren im Volksglauben hinterlassen. Kaum eine Gegend in Europa kann so viele Werwolfsagen aufweisen wie dieser Teil des Rheinlandes, und die Gestalt des Werwolfs ist im Volksglauben so übermächtig geworden, dass sie andere Spukgestalten verdrängt oder sich mit ihnen vermischt hat, so etwa mit dem Aufhocker. Erst mit der Ausrottung der Wölfe nach dem Beginn der preußischen Herrschaft im Rheinland (1815) verblasste auch die Figur des Werwolfs.
Auf der Fährte dieser alten Legende geraten zwei Brüder immer tiefer in einen Strudel aus Angst, Verzweiflung und Selbsthass.
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