Eine neue Generation von Autoren beginnt ihre Stimme zu erheben: Sie schielen
nicht mehr auf die angloamerikanische Großstadtliteratur oder erfinden
noch einen weiteren Commissario, sondern beziehen sich auf die Erzähltraditionen
des eigenen Landes und der sehr unterschiedlichen Regionen.
Die Drogenszene von Neapel, Ausbeutung im Callcenter, ein langweiliges
Provinznest, in dem die Großen der Weltpolitik und des Showgeschäfts herumspazieren
– auch wenn ihre Geschichten und literarischen Formen ganz verschieden
erscheinen, so eint diese Autoren die Erfahrung, in einem politisch
und gesellschaftlich verwüsteten Italien aufgewachsen zu sein. Der Schriftsteller
Nicola Lagioia spricht von seiner Heimat als einem Land mit einer "gelähmten
Demokratie
…
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