Geflecht von Thronfolgeregeln, Ehrgeiz, menschlicher Tragik und Wirrnissen der Geschichte. Die Lebensgeschichte Georgs I. wird in Form von Schlüsselszenen erzählt, die den Leser am Geschehen teilhaben lassen. Die Dialoge und eingestreuten Gedanken und Empfindungen sind dabei zwar fiktiv, speisen sich aber in ihrem Kern aus historischen Recherchen. Auch im übrigen hat der Autor eine historisierende Darstellung vermieden und sich bemüht, dem Leser der Jetztzeit eine Brücke in die Vergangenheit zu bauen. Denn jenseits des geschichtlichen Ablaufs geht es immer um überzeitliche Grundfragen der menschlichen Existenz wie Liebe, Tod, oder Konflikte zwischen den Generationen. Dies gilt insbesondere für die Titelfigur, die nicht ausschließlich in seiner historischen Rolle als Kurfürst und König beschrieben ist, sondern als Menschen mit ganz privaten - und damit gut nachvollziehbaren - Regungen.
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