er: "Ich schreite zu meiner finalen Behandlung. Wenn ich nach sechs Monaten nicht geheilt bin, gebe ich alles auf." Doch es gab noch einen anderen, tieferen Grund, warum er ausgerechnet nach Samoa wollte: Schwob träumte davon, den Lebenskreis und nicht zuletzt das Grab seines Brieffreunds Robert Louis Stevenson zu sehen, der letztlich auch aus gesundheitlichen Gründen in die Südsee ausgewandert war. Die Briefe, die er unterwegs an seine Frau, die gefeierte Schauspielerin Marguerite Moréno, schrieb, zeichnen die Etappen der Reise über Ägypten, Djibouti, Ceylon und Australien nach. Es sind eindrucksvolle, poetische Schilderungen von Wetter und Meer, sarkastische Porträts von Mitreisenden, Szenen aus dem Bordleben und Erlebnisse bei Landgängen. Als Schwob Monate nach der Abreise mit seinem chinesischen Diener Ting in Samoa ankam, verschlimmerte sich sein Zustand so dramatisch, dass er nur durch die Pflege eines amerikanischen Missionars mit dem Leben davonkam und – ohne Stevenson Grab gesehen zu haben – wenig später die Heimreise antreten musste. Er starb drei Jahre später in Paris. – Obwohl nicht in dieser Form zur Veröffentlichung gedacht – Schwob wollte sie vermutlich ausarbeiten und beschwor seine Frau, sie für ihn aufzuheben –, sind die Reisebriefe eines seiner Hauptwerke. Der Band wird ergänzt durch vier Briefe Stevenson an Schwob sowie der letzte von Schwobs vier Essays über Stevenson.
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