an dem die Nationalsozialisten das Todesurteil über die in Warschau lebenden Juden fällten. Er ist zugleich Reich-Ranickis Hochzeitstag. Die Erinnerung an diese Zusammenhänge endet mit einem Shakespeare-Zitat aus „König Richhard III.“. Welche existenzielle Bedeutung Shakespeares Dramen für Reich-Ranicki schon seit seiner Schulzeit hatten, in der der 1929 mit den Eltern aus Polen nach Deutschland übergesiedelte Jude in Berlin vor allem im Theater „Beistand und Zuflucht“ suchte, wie er in „Mein Leben“ schreibt, dokumentiert die hier von Thomas Anz unter dem Titel „Mein Shakespeare“ herausgegebene Zusammenstellung seiner Erinnerungen, Theaterkritiken und anderer Veröffentlichungen über den Dichter.
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